Freitag, 29.07.2016

Abschied und Wiedersehensfreude

Buenos tardes,

Hallo ihr Lieben,

jetzt bin ich schon seit über einer Woche wieder Zuhause und es fühlt sich an als wäre ich nie weg gewesen - mit dem Unterschied, dass alle sich immer wieder freuen mich zu sehen und mich in die Arme schließen. Außerdem erschrecke ich mich jedes Mal noch, wenn Leute an mir vorbei gehen und nicht spanisch reden. Ein komisches Gefühl und etwas, das ich jetzt schon total vermisse. 

Aber jetzt komme ich erstmal zu den letzten Tagen in Spanien. Die letzten 10 Tage habe ich mit der Familie bei den Großeltern verbracht, das heißt wir haben bei dem Papa meines Gastvaters geschlafen in Ponteceso und bei der Oma, Mama von meiner Gastmama in Languieron gegessen. Verrückt. laughing Jeden Tag sind wir zum Mittag nach Languieron gefahren wo wir dann insgesamt 20 Leute waren und aßen. Die Oma hat ein altes Bauernhaus mit ziemlich viel Platz. Dort spielte sich auch die Kommunion ab, die ein wunderschönes Fest war. 
Bis zum letzten Tag vor der Kommunion wurden noch Vorbereitungen getroffen und die ganze Familie half mit. Es wurde eine Hüpfburg gemietet für die Kinder, ein Schokobrunnen aufgestellt und eine Bühne für die Kinder zum Singen und Tanzen organisiert. Insgesamt wurde an jedes Detail gedacht und man hätte an dem Tag auch ganz einfach eine Hochzeit feiern können. tongue-out
Die Kommunion ging mittags gegen 13 Uhr in der Dorfkirche los und der Tag endete nachts um 2 Uhr. Insgesamt waren wir am Ende um die 100 Leute. Das Wetter spielte super mit, aber es war leider viel zu heiß, sodass sich die Mehrheit immer im Schatten aufhielt. 

Nach der Kommunion ging es wieder in den Alltag über. Jeden Tag wurde noch aufgeräumt und die Kinder hatten wieder ihre normalen Aktivitäten. Am Montagabend bin ich mit meinem Gastpapa zurück nach Coruña gefahren um mich dort am Dienstag noch von Ilaria zu verabschieden und meinen Koffer noch zu Ende zu packen. Am Dienstagnachmittag ging es dann für ein paar Stunden wieder zurück nach Ponteceso und Languieron. 
Ich überreichte den Kindern ein Fotoalbum und musste mich abends dann ganz plötzlich von den Kindern verabschieden. Ein seltsames Gefühl. Der Opa nahm mich in die Arme und weinte und ich wollte gar nicht gehen. Danach verabschiedete ich mich dann noch in Languieron von der Oma, die mir versicherte, dass ich jederzeit wieder kommen darf und die Kinder mich schön in Erinnerung behalten werden. 

Mittwochmorgen wurde ich dann von meinem Gastpapa um halb sechs zum Flughafen gebracht und mit einem: "Gracias para todo" (Danke für alles) verabschiedet und das war es dann. 
Ab dann konnte die Zeit gar nicht schnell genug vergehen um endlich meine Familie in Hamburg in die Arme zu schließen.

SORPRESA!!! smile

Zu meiner Überaschung wartete meine beste Freundin, und zwei weitere Freunde mit einem Plakat auf mich und ich war überglücklich. Zuhause angekommen wartete eine andere Freundin schon über eine Stunde auf mich und der ganze Garten war mit Spanien-Flaggen geschmückt. Später kam dann noch meine Tante und die Tante meiner besten Freundin vorbei. Eine schönere Ankunft hätte ich mir gar nicht vorstellen können. Alles war perfekt! 

Ab Montag geht dann mein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Autistenklasse los, aber ich möchte versuchen nochmal ein kleines Fazit über mein Jahr zu schreiben.

Also:

Hasta luego,

Marie ♥